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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Der „MakerSpace for Sustainable Manufacturing“ ist eine offene Entwicklungswerkstatt, die Mitarbeitern und Studierenden der TU Berlin einen Zugang zu Produktionstechnologien und Produktionswissen für die Einzelstückfertigung bietet. Der MakerSpace ermöglicht die unkomplizierte Anfertigung von individualisierten Bauteilen für die Forschung und Entwicklung oder die Herstellung nicht mehr verfügbarer Ersatzteile zur Verlängerung des Produktlebenszyklus. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die nachhaltige Fertigung der Produkte sowie die Bewusstseinsbildung für nachhaltige Wertschöpfung gelegt.

MakerSpaces machen moderne Produktionstechnologien für kleine Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen verfügbar, ähnlich wie der Personalcomputer (PC) seit den 1970er Jahren erstmals elektronische Informationsverarbeitung ermöglichte. Der Begriff Maker (engl. für ‚Schöpfer‘ oder ‚Hersteller‘) bezeichnet dabei eine Subkultur, die man auch als Do-It-Yourself-Kultur beschreiben kann. Für den Maker gilt: Ein MakerSpace ist ein Ort „To Make (Almost) Everything“.

Wir bieten:

  • Die kostenfreie Nutzung von Werkzeugen und Maschinen (inkl. Einweisung)
  • Additive Fertigung von Bauteilen und Produkten
  • Unterstützung bei der Produktentwicklung und fertigung
  • Schulungen zur additiven und digitalen Fertigung
  • Gruppenführungen für SchülerInnen und Studierende

Abgeschlossene Projekte

RecycleBin - Die Kunststoffrecyclermülltonne, CubeFactory - Der Solarbetriebene 3D Drucker (www.cubefactory.org), NaWaRo-Fahrrad – Ein Fahrrad aus 80% nachwachsenden Rohstoffen, Ein Kunststoffschredder für die Müllverwertungsanlage in Rafah (Gaza), Der biologisch abbaubare Fahrradsattel, Die 3D gedruckte Windkraftanlage zum selberbauen, Fügevorrichtung für die Herstellung biologisch abbaubarer Windeln, Guide 4 Sustainable Design ...

Nutzung des MakerSpace

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Im MakerSpace für nachhaltige Wertschöpfung wird ein besonderer Fokus auf die Wissensvermittlung von nachhaltigen Produktionstechnologien gelegt. In den anwendungsorientierten Projekten heißt es für die Studierenden „hands-on-experience“.

Der MakerSpace stellt die notwendige produktions- und informationstechnische Infrastruktur bereit, sponsert Projekte und fördert möglichst nachhaltige Problemlösungen. Als produktionstechnische Werkzeuge dienen sogenannte Desktop Machine Tools, d.h. miniaturisierte Werkzeugmaschinen, wie beispielsweise 3D-Drucker, CNC-Fräsen oder Bandsägen. Sie sind preisgünstig, verfügen über eine Präzision von etwa 0,1 mm und sind häufig Open-Source basierte Entwicklungen, die durch eine wachsende weltweite Gemeinschaft ständig weiterentwickelt werden.

Desktop Machine Tools arbeiten nach dem Prinzip der digitalen Fertigung. Die Konstruktion der Werkstücke erfolgt oft virtuell mit Hilfe eines CAD-Programms. Der Maschinencode wird in einem weiteren Schritt mit Hilfe eines CAD-Programm erstellt und an die Werkzeugmaschine übertragen. Diese fertigt dann selbstständig das entwickelte Werkstück. Durch leicht zu erlernende Programme und eine meist assistierte Benutzerführung ist die digitale Fertigung der Desktop Machine Tools für die Anwendung im MakerSpace besonders geeignet, da sie ihre Funktionsweisen dem Nutzer intuitiv vermittelt.

Um möglichst viele Menschen mit unterschiedlichem Qualifikationsniveau für nachhaltige Wertschöpfung befähigen zu können, werden die Lerninhalte im MakerSpace oft zielgruppenspezifisch aufbereitet. Zur Erhöhung der Lehr- und Lernproduktivität werden spielerische Elemente der Gamification eingesetzt, einem empathiebasierten Ansatz, der das Verständnis und die Motivation des Nutzers in spielfremden Anwendungen und Prozessen steigert und ihn zur nachhaltigkeitsorientierten Problemlösung motiviert.

Mit Kreativität und technischem Sachverstand vermittelt der MakerSpace für nachhaltige Wertschöpfung einer breiten Zielgruppe das Wissen über ressourcenschonende Technologien, denn Wissen ist die einzige Ressource, die sich mit der Nutzung vermehrt.

 

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Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

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Gefördert von

im Sonderfoschungsbereich 1026

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Bernd Muschard