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TU Berlin

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Semantik-Web-Systeme zum wissensbasierten Lebenszyklusmanagement von Produktionsanlagen (SemSys)

Aktuelle Ankündigungen

Technologieworkshop: Neue Wege im Lebenszyklusmanagemement von
Investitionsgütern (weitere Informationen)

Anmeldung zum Workshop: www.mf.tu-berlin.de/anmeldung

Ziel

Ziel dieses Vorhabens ist es, „Semantic-Web-Systeme zum wissensbasierten Lebenszyklusmanagement von Produktionsanlagen" auf ihre Vermarktungsfähigkeit zu überprüfen und diese zu erschließen. Der Fokus liegt dabei auf Produktionsanlagen der Bereiche Automobil, Luftfahrt und weiße Ware. Als Bestandteil der BMBF Innovationsinitiative „Unternehmen Region" sollen in diesem Vorhaben Erfindungen und wissenschaftliche Erkenntnisse an der TU Berlin aus dem interdisziplinären Bereich der Produktionswissenschaft und Informationstechnik durch frühzeitige Zusammenarbeit mit Unternehmen in Innovationen am Markt überführt werden.
In diesem Potenzialscreening werden durch eine Szenario-Analyse und eine darauf aufbauende Technologieroadmap erfolgsversprechende und zukunftsrobuste Innovationsfelder identifiziert.

Motivation

Im Maschinen und Anlagenbau wird ein Großteil der Wertschöpfung durch Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus innerhalb der Phasen Entwicklung, Produktion, Konfiguration, Betrieb, Anpassung zur Wiederverwendung und Entsorgung realisiert. Dabei erforderliche wissensintensive Aufgaben wie Inbetriebnahme, Instandhaltung, Reparatur, Prüfprozesse oder Remanufacturing sind umso effektiver und effizienter durchführbar, desto zielgerichteter Wissen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Form zur Verfügung steht.
Der vorhandene Wissenspool innerhalb einer Unternehmung oder eines Netzwerkes ändert sich kontinuierlich, z. B. durch Zu- und Abgang von Wissensträgern oder durch gesammelte Erfahrungen. Zudem sind viele Informationen räumlich und zeitlich verteilt und in unterschiedlichsten Formaten und Medien vorhanden. Zahlreiche unterschiedliche Akteure und IT-Systeme aus unterschiedlichen Lebensphasen einer Produktionsanlage verfügen über bereichsspezifische Informationen und Terminologien. Werden solche Informationen in späteren Lebensphasen gebraucht, können sie heute häufig nur durch einen nicht vertretbaren Aufwand verfügbar und verständlich gemacht werden. Produktlebenszyklusmanagment (PLM)-Systeme können zwar die Produktinformationen und -eigenschaften unternehmensübergreifen verwalten, aber ein durchgängiges Wissensmanagement über alle Lebenszyklusphasen von Produktionsanlage ist bisher nicht verfügbar.
Semantic Web-Systeme (SemSys) bilden Daten mit ihrer Bedeutung und ihrer Beziehung zu anderen Daten maschinenlesbar ab und ermöglichen so, dass Wissen und Information trotz starker Heterogenität für Maschinen interpretierbar dargestellt wird. Das Potenzial der SemSys-Technologien im Bereich des Lebenszyklusmanagement liegt in der formalen Semantik dieser Technologien, d. h. in der Möglichkeit relevante Wissensdomänen und ihre Zusammenhänge informationstechnisch unter Verwendung der Prädikatenlogik erster Ordnung abzubilden. Dadurch ist es möglich mit Hilfe automatischer logikbasierter Schlussfolgerungen Fragen präzise zu beantworten, anstatt zahlreiche, ggf. nur bedingt relevante Antworten zu erhalten.

Lupe

Die industrielle Anwendung im Maschinen- und Anlagenbau scheitert bisher an der nicht vorhandenen systematischen Durchdringung der Wissensdomänen bzw. an der aufwendigen Erstellung von sogenannten Ontologien (informationstechnische Repräsentation von Wissen eines bestimmten Bereiches). Jedoch bieten Produktionsanlagen hervorragende Voraussetzungen für eine SemSys Umsetzung, da sie in die informationstechnische Struktur von Unternehmen eingebunden sind und die Maschinen mit Informationssystemen ausgestattet werden können, die eine automatisierte Aufnahme relevanter Daten ermöglichen.

Vorgehensweise

Das geplante Potenzialscreening besteht aus zwei Arbeitspaketen, die jeweils in mehrere Teilarbeitspakete untergliedert sind. Im ersten Paket werden mithilfe des strategischen Planungswerkzeuges Szenario-Management parallel und unabhängig voneinander Markt- und Umfeldszenarien sowie Produktszenarien gebildet, die im Anschluss miteinander verknüpft werden. Die Szenarien berücksichtigen sowohl die Umwelt, d. h. die externen, nicht lenkbare Einflüsse als auch die internen Lenkungsgrößen der antragstellenden Forschungsinstitutionen. So wird nicht eine allgemeingültige Prognose erstellt, sondern es werden mehrere Entwicklungsmöglichkeiten in Betracht gezogen.

Lupe

Vorgehensweise Szenario-Analyse Im zweiten Arbeitspaket werden aufbauend auf den Szenarien Verwertungsoptionen evaluiert und mit Hilfe einer Markt- und Wettbewerbsanalyse ausgewählt. Es wird eine Technologieroadmap erstellt, anhand derer zukünftige Innovations- und Forschungsfelder identifiziert werden.

Laufzeit

1. Oktober 2009 bis 31. März 2010

Zusatzinformationen / Extras

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