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TU Berlin

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Wertschöpfungsnetzwerke

Zielsetzung

Der verschärfte Wettbewerb bewirkt eine Konzentration der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen. So werden vom Kunden nachgefragte komplette Problemlösungen häufig nicht mehr von einzelnen Unternehmen allein angeboten, sondern verstärkt durch auftragsspezifische Partnerverbünde. Dabei hat sich marktorientierte Invention sich zu einer strategischen Überlebensfrage entwickelt. Insbesondere produzierende kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Schienenfahrzeugtechnik im deregulierten Bahnverkehr sehen sich veränderten Rahmenbedingungen und veränderten Anforderungen an Entwicklungs-, Produkt- und Produktionsstrukturen gegenüber. Hier bedarf es organisatorischer und methodischer Unterstützung im Innovationsprozess.

Vorgehensweise

Es wird ein prozessbegleitendes Werkzeug entwickelt, das alle Projektbeteiligten auch ohne Vorkenntnisse kooperativer Innovation unterstützt. Basis ist ein zwischenbetrieblicher Innovationsprozess, der auch Schritte der gemeinsamen erfolgsorientierten Entscheidungsfindung berücksichtigt. In die Konzeption fließen umfangreiche Erfahrungen aus einem Beispielprojekt ein, bei dem ein neuartiges Güterwagendrehgestell von einem industriellen Konsortium entwickelt und realisiert wird. Unterstützt werden Aspekte der Entscheidungsfindung, der Variantenbildung, der kostenorientierten und der verteilten Produktentwicklung und es werden Handlungsanweisungen zur Reduzierung von Konfliktpotenzialen gegeben.

Abbildung: Konsortium für ein neuartiges Güterwagendrehgestell

Ergebnisse

In diesem Projekt wurde eine webbasierte Kooperationssoftware für die verteilte Produktentwicklung erstellt. Grundlage für diese Software ist eine im Projekt entwickelte modellbasierte Vorgehensweise zur Vermittlung und Organisation zwischenbetrieblicher Produktinnovationsprozesse. Die für den deregulierten Markt am Beispiel der Schienenfahrzeugtechnik entwickelte Vorgehensweise beinhaltet die systematische Entwicklung von Zukunftsszenarien für technische Produkte, die Auswahl zukunftsrobuster Produktkonzepte und den Abgleich konkurrierender Interessen. Diese Teilschritte werden in einem für den deregulierten Markt angepassten Modell der verteilten kooperativen Produktentwicklung zusammengefasst und in einem internetbasierten Software-Tool mit Hilfe von Fragenkatalogen, Checklisten, Handlungsanweisungen und grafischen Abbildungen auf einem Windows Server 2003 mit Firewall umgesetzt.
Die webbasierte Softwarelösung bietet dabei eine organisatorische Unterstützung für kooperierende Unternehmen bei der marktorientierten Entwicklung zukunftsrobuster Produktinventionen und vermittelt bei Interessenskonflikten. Sie hilft den beteiligten Akteuren Risiken, wie Unsicherheiten über zukünftige Marktanforderungen und Rahmenbedingungen, wie fehlende Transparenz in der Kostenfestlegung und Konflikten in Form von Widersprüchen zu begegnen. Darüber hinaus führt die webbasierte Kooperationssoftware die Akteure mit einem ganzheitlichen Ansatz durch den Innovationsprozess und ermöglicht so eine effiziente marktorientierte Planung und Entwicklung technischer Produkte.
Mithilfe einer Kooperationssoftware wurde die Vorgehensweise internetbasiert realisiert und ermöglicht den Kooperationspartnern somit die Selbstorganisation. Die Internetlösung bietet den Vorteil einer betriebssystemunabhängigen Benutzungsmöglichkeit, bei der die Kooperationspartner unter Nutzung eines Webbrowsers auf die Software zugreifen können. In einem Beispielprojekt wurde die Software erprobt und anschließend evaluiert.
Das Ziel des Forschungsvorhabens wurde erreicht.

Unsere Partner

  • Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum
  • FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG, Schweinfurt
  • Freudenberg Schwingungstechnik GmbH & Co. KG, Velten
  • Institut für Land- und Seeverkehr, FG Schienenfahrzeuge, Berlin
  • Josef Meyer Waggon AG, Rheinfelden/Schweiz
  • SAB WABCO KP GmbH, Barsinghausen
  • SFE GmbH, Berlin

Förderung

Das Vorhaben "Modellbasierte Vorgehensweise zur Vermittlung und Organisation zwischenbetrieblicher Produktinnovationsprozesse am Beispiel der Schienenfahrzeugtechnik" wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung vom Bundeswirtschaftsministerium über die AiF gefördert.

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