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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

SFB/TR 29 - Engineering hybrider Leistungsbündel

Teilprojekt B3: Automatisierte Wissensgenerierung - im selbstorganisierenden HLB-Betrieb

Um die Entwicklungsprozesse, die Wertschöpfungsprozesse und die erforderlichen Kommunikationsprozesse im gesamten HLB-Life-Cycle zu unterstützen und zu automatisieren, werden am Fachgebiet Montagetechnik und Fabrikbetrieb verteilte Virtual Life Cycle Units (VLCUs) entwickelt. Grundlage einer automatisierten Wissensgenerierung ist die durchgängige Erfassung, Dokumentation und Verarbeitung der erfassten HLB-Daten. Die VLCU ist ein Konzept für ein Produktbegleitendes Informationssystem, das Daten und Informationen der verteilten Komponenten von Sachleistung, Dienstleistung und Software im HLB-Betrieb erfasst und zu Wissen verknüpft. Durch Schaffung flexibler, leicht konfigurierbarer Schnittstellen ist der Wissenstransfer von VLCUs aus dem HLB-Betrieb an den Kunden, den Anbieter und die übrigen Phasen im HLB-Life-Cycle zu unterstützen.

Die Interaktion zwischen dem Kunden, dem Anbieter und dem Produkt Hybrides Leistungsbündel (HLB) ist während des HLB-Betriebs, d.h. in den Phasen Erbringung und Nutzung, besonders ausgeprägt. Der HLB-Betrieb ist deshalb im esonderen Maße geeignet, um technologische, technische, ökonomische und ökologische Potenziale und Grenzen HLB zu identifizieren und zu bewerten. Dieses wird durch die effiziente Nutzung des aus signifikanten erfassten Daten generierten Wissens aus dem HLB-Betrieb unterstützt. Mit Hilfe des generierten Wissens können Verbesserungen und Erfolgsfaktoren hybrider Leistungsbündel identifiziert werden. Durch gezielte Zuordnung von Kosten im HLB Betrieb ist es möglich Kostentreiber zu ermitteln. Die Wechselwirkungen von Sach- und Dienstleistung auf unterschiedlichen Ebenen von Autonomie und Integration, Einfachheit und Komplexität, werden transparent dargestellt und können systematisch untersucht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse können in die Planung und Entwicklung HLB einfließen. Das fördert Produkt- und Prozess-Innovation und die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Die anwendungs- oder entwicklungsfallorientierte Bereitstellung des generierten Wissens trägt dazu bei, die Funktionalität hybrider Leistungsbündel im Wettbewerb mit konkurrierenden Lösungen zielgerichtet zu entfalten. Ein Funktionalitätspotenzial ist die systematische Steigerung des Mitarbeiter-Know-how. Darüber hinaus lässt sich die Koordination und Organisation der Wertschöpfungskette transparent darstellen und verbessern. Die Abwicklung verteilter Entwicklungsprojekte wird durch Aufnahme und Abbildung des Geschäftsprozess-Know-hows unterstützt. Das Know-how über den Geschäftsprozess bildet oft noch den einzigen „competitive advantage" gegenüber dem Wettbewerber.

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